Vom Baum in den Darm - Bärwurz-Birnhonig-Kur nach Hildegard von Bingen

Wissenswertes
Veröffentlicht am: 30.08.2021 16:05, zuletzt aktualisiert am: 07.10.2021 10:07

Vom Baum in den Darm - Bärwurz-Birnhonig-Kur nach Hildegard von Bingen

Der Herbst ist die optimale Zeit für die Bärwurz-Birnhonig-Kur nach Hildegard von Bingen. Dies liegt vor allem daran, dass man zu dieser Jahreszeit frisch gepflückte und saftige Birnen direkt vom Baum verwenden kann. In Kombination mit natürlich süßem Honig und der althergebrachten Gewürzkombination entsteht ein „goldener Brei“ der nach Hildegard von Bingen zur Entgiftung, Entschlackung und zur schonenden, sanften Darmreinigung eingenommen wird.

Doch was bedeutet Darmgesundheit nach Hildegard von Bingen eigentlich?

Die überlieferte Literatur gibt einen aufschlussreichen Einblick. Immer wieder wird dieses Thema erwähnt. Aus der Summe der Schriften lassen sich klar einige Leitempfehlungen heraus lesen: 

Was ist Darmgesundheit

1. Leicht verdauliche Lebensmittel

Hildegard nennt dies meist - im übertragenen Sinne - „kalt“ und „warm“, wobei „kalte“ Lebensmittel am Körper zehren und „warme“ Lebensmittel leicht verdaulich sind.

2. Dinkel statt Weizen & Co

Hildegard hat eine besondere Beziehung zum Dinkel. Dieser wird von ihr als rundum positiv und allseits einsetzbar geschätzt.

3. Regelmäßiges fasten

Zumindest einmal jährlich sollte gefastet werden, das reinigt nicht nur körperlich sondern auch geistig. 

4. Meditation und Entspannung

„Das schlägt mir auf den Magen“, wer kennt diese Sprichwort nicht? Auch Hildegard wusste dies schon und legt daher Wert auf den Einklang von Körper Geist und Seele. 

 

5. Tee trinken

Auch genügend Flüssigkeit fördert die Ausscheidungsaktivität des Körpers. Kräutertees sind dabei koffeinhaltigen Tees zu bevorzugen, z.B. Brennesseltee oder Schafgarbe aber auch Mischungen wie der Balsam-Fencheltee oder der ganzjährig beliebte Fastentee.

 

Die Birne

Der Birnbaum, mehr „kalt“ als „warm“, nach Hildegard, und somit eigentlich kein empfohlenes Lebensmittel. Mit einer Ausnahme: die Früchte. Doch auch diese sind - zumindest roh - „schwer, gewichtig und rauh“. Erst das Kochen oder Braten macht sie in der Hildegard-Lehre gut verträglich und sie tragen so zubereitet sogar zur Entschlackung bei. Dies ist auch der Grund, warum die Birnen einen wichtigen Bestandteil der Bärwurz-Birnhonig-Herbstkur darstellen.

Der Bärwurz

Dazu kommt im Herbst der Bärwurz. Diese alte europäische Pflanze riecht kräftig und würzig und erinnert, dank der aromatischen ätherischen Öle, an Fenchel und Liebstöckel. Auch dieser Pflanze wird in der Naturkunde und bei Hildegard von Bingen vor allem die Entschlackung zugeschrieben. 

Rezept - So gelingt die Bärwurzkur

Birnen und Bärwurz ergeben gemeinsam mit Galgant, Süßholz und Pfefferkraut sowie natürlich süßem Honig die Bärwurz-Birnhonig-Kur, die nach Hildegard einmal jährlich im Herbst durchgeführt werden soll. Dazu werden einfach ein Kilogramm Birnen geschnitten und weich gekocht. 175g Honig wird aufgewärmt und abgeschäumt. Dazu kommen 70g Bärwurz-Birnhonig-Mischpulver. Das ganze wird dann gut zerstampft bzw. verrührt und in Gläser abgefüllt. Im Kühlschrank aufbewahrt werden dann täglich ein Teelöffel morgens, zwei Teelöffel mittags und drei Teelöffel abends eingenommen. Kurdauer: ca. 3 Wochen.

Zitat des Monats

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